orchester / dirigentkonzertekritiken / newscd / videofördereragenturenkontaktlogin

Martin Haselböck

Als Dirigent und Organist ist Martin Haselböck auf vielfältige Weise im internationalen Musikleben präsent. Nach Studien in Wien und Paris und mit internationalen Wettbewerbspreisen ausgezeichnet erwarb er sich früh als Solist große Reputation, spielte unter der Leitung von Dirigenten wie Abbado, Maazel, Muti und Stein und nahm über fünfzig Solo CDs auf. Zahlreiche bedeutende Komponisten, so Ernst Krenek, Alfred Schnittke und Cristóbal Halffter widmeten ihm Solowerke und - konzerte. Auch heute ist er als Solist regelmäßig Gast in den wichtigen Musikzentren der Welt, er gestaltet große Orgelabende u.a. im Gewandhaus Leipzig, der Disney Hall Los Angeles, dem Wiener Konzerthaus, dem Konzerthaus Berlin etc. Seine zweite Gesamteinspielung aller Orgelwerke Liszts wurde soeben an romantischen deutschen Orgeln eingespielt (NCA).

In seiner Funktion als Wiener Hoforganist war die Beschäftigung mit dem großen Repertoire der klassischen Kirchenmusik Beginn der intensiven Arbeit als Dirigent.

Dies führte 1986 zur Gründung des Ensembles Wiener Akademie. Mit seinem Orchester gestaltet Haselböck alljährlich einen Zyklus für die Gesellschaft der Musikfreunde im Großen Wiener Musikvereinssaal. Gastspiele führen seit Jahren in Musikzentren Europas, der USA und Japans. Als ‚Artist in Residence' gastierte Haselböck mit seiner Wiener Akademie bereits in der Kölner Philharmonie, der Suntory Hall Tokyo und beim Mozartfest Würzburg.

Über 60 CDs mit Repertoire von Bach bis zum 20. Jahrhundert sind unter der Leitung von Martin Haselböck veröffentlicht. Mehrfach wurden seine Einspielungen ausgezeichnet, so mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik, dem Diapason d'Or und dem Ungarischen Liszt Preis. Unter den Neuaufnahmen finden sich Mozarts Kirchensonaten, Schuberts Messe in As-Dur, Pergolesis „Stabat mater" (Capriccio), sowie Georg Bendas Oper „Il buon marito" (cpo)

Ab der Saison 2005/06 ist Martin Haselböck auch Music Director des Barockorchesters Musica Angelica in Los Angeles. Als gefragter Gastdirigent bedeutender Orchester hat er u.a. in Europa die Wiener Symphoniker, das Gewandhausorchester, das Deutsche Symphonie-orchester Berlin, die Dresdner Philharmonie, die Nationalphilharmonien von Ungarn und Tschechien, Flämische Nationalphilharmonie, Orchestra Giuseppe Verdi Milano, in Nordmerika das Los Angeles Philharmonic, Philadelphia Orchestra, Pittsburgh Symphony Orchestera, San Francisco, Detroit und Toronto Symphony Orchestra, sowie das St. Paul Chamber Orchestra dirigiert. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt dabei auf der lebendigen Vermittlung barocker und klassischer Werke.

Mit den Hamburger Symphonikern hat er Sinfonien des österreichischen Romantikers Johann von Herbeck eingespielt (NCA),

2007 führte er die beiden von ihm geleiteten Originalklangorchester Musica Angelica und die Wiener Akademie erstmals für eine Tournee mit Bachs "Matthäus-Passion" für eine umjubelte Tournee durch die USA, Mexiko und Europa zusammen.

Seit seinem Debüt bei den Händel-Festspielen Göttingen 1986 ist Haselböck immer wieder auch als Operndirigent erfolgreich. Die großen Opern Mozarts konnte er in Neuproduktionen im Theater im Pfalzbau Ludwigshafen erstmals in Deutschland mit historischen Instrumenten aufführen. Sein "Don Giovanni" wurde 1991 mit dem Mozart-Preis der Stadt Prag ausgezeichnet. Seit 2000 wurden mit der Wiener Akademie für die Salzburger Festspiele, die Wiener Festwochen, die Festspiele in Schwetzingen und das Wiener Schauspielhaus zwölf Opernproduktionen realisiert, darunter Händels „Radamisto" und Haydns „Die Feuersbrunst". Für eine neue Präsentationsform von Mozart-Opern "Zaide" (2005/06 u.a. Concertgebouw Amsterdam, Tonhalle Düsseldorf, etc) arbeitet er verstärkt mit dem Regisseur Brian Michaels zusammen.

Als musikalischer Leiter neuer Produktionen wirkt Martin Haselböck an den Opernhäusern in Köln (Salieri: La Cifra, 2006) und Hamburg (Händel: Alcina und Radamisto, 2007), San Carlo Neapel (Gluck: Orfeo) und Halle (Belshazzar, 2008). Als neuer Intendant der Burgfestspiele Reinsberg dirigierte Haselböck 2007 Webers "Freischütz", 2008 folgt Beethovens "Fidelio".